Was bedeutet IVF / ICSI / Blastozysten?

IVF – In Vitro Fertilisation

IVF steht für Befruchtung der Eizelle im Glasschälchen ( außerhalb der Gebärmutter).

Dieses Verfahren ist seit der Geburt des ersten Retortenbabys 1978 stetig verbessert worden und erzielt mit Hilfe der Blastozystenkultur Schwangerschaftsraten von 50 – 60 %. Man entnimmt mit oder ohne vorangehender Hormonstimulation in einem kurzen Tiefschlaf die Eizellen mittels Punktion durch die Scheide und bringt diese mit dem aufbereiteten Samen im Glasschälchen zusammen. Nach erfolgreicher Befruchtung, idealerweise am Tag 5, werden die schönsten 2 Blastozysten in die Gebärmutter zurückgesetzt.

ICSI – Intracytoplasmatische Spermieninjektion

Die ICSI ist eine Ergänzungsmaßnahme zur IVF bei schlechter Samenqualität. Es wird ein gut bewegliches und normal ausschauendes Spermium mit einer kleinen Glaspipette in die Eizelle injiziert.

Blastozysten

Nach der Befruchtung der Eizellen können die Embryonen bis 5 Tage im Brutkasten belassen werden, bevor sie spätestens am 6. Tag in die Gebärmutter zurückgesetzt werden müssen (= Blastozystenkultur). Dieser Zeitpunkt entspricht auch der Natur, in der die Einnistung am 4. – 6. Tag nach der Befruchtung stattfindet.