Häufig gestellte Fragen

Was ist das Kinderwunschzentrum?
Das Kinderwunschzentrum ist eine Anlaufstelle für Paare, welche auf dem natürlichen Weg nicht schwanger werden können und entweder für sich dieses aufsuchen, oder von ihrem behandelnden Gynäkologen, an das Kinderwunschzentrum überwiesen werden.
Wenn sich bei einem Paar der Kinderwunsch nicht erfüllt hat, was können die Ursachen sein?
Generell liegen 1/3 der Ursachen bei der Frau, 1/3 beim Mann und 1/3 bei beiden zusammen. Wenn sich der Kinderwunsch grundsätzlich nach einem Jahr auf natürlichem Wege nicht einstellt, sollten sie sich an einen Spezialisten, wie das Kinderwunschzentrum, richten.
Was sind die häufigsten Ursachen bei einer Frau?
Die häufigsten Ursachen bei der Frau sind hormonelle Probleme. Es kann auch zu Verwachsungen beim Eileiter kommen. Deshalb wenden sich die Frauen dann an ihren Gynäkologen. Wenn das von ihm nicht bewältigt werden kann, überweist er sie an mich.
Was können beim Mann die Ursachen sein?
Beim Mann ist sehr oft eine Samenschwäche vorhanden. Hier sind ja Richtlinien von der WHO vorgegeben. Es gibt natürlich auch seltenere Ursachen, bei denen der Samen gar nicht bis zur Gebärmutter kommt. Und da müsste man dann Spezialmethoden anwenden, wie zum Beispiel eine Hodenbiopsie, um zu einer Schwangerschaft mittels künstlicher Befruchtung zu kommen.
Welche Möglichkeiten gibt es für den Mann, wenn er Zeugungsunfähig ist?
Das müsste man beim Urologen genauer abklären. Wenn im Samenerguss praktisch keine Spermien vorhanden sind, gibt es noch verschiedene, seltenere Gründe, die dann zu einer Hodenbiopsie führen würden. Dort könnte man dann immer noch Samenzellen für die künstliche Befruchtung gewinnen.
Welche Voraussetzungen sind nötig, damit ein Paar mithilfe der Reproduktionsmedizin ein Baby bekommen kann?
Prinzipiell ist das sehr einfach. Wir müssen die Möglichkeit haben eine Eizelle bei der Frau und einen Samen beim Mann zu finden. Dann kann man eine künstliche Befruchtung durchführen.
Was für Behandlungsmethoden stehen zur Auswahl?
Generell, wenn der Samen gut ist, kann man eine IVF Behandlung machen. Das bedeutet, es wird im Glasschälchen der aufgearbeitete Samen zu den Eizellen gelegt und die Samenzellen müssen den letzten Schritt - in die Eizelle einzudringen - selber machen. Falls der Samen nicht in Ordnung ist gibt es die s.g. ICSI. Bei der ICSI wird eine Samenzelle mittels einer Pipette in die Eizelle eingebracht. Hier gibt es auch nochmal Spezialmethoden wie die s.g. IMSI, bei der man die Samenzellen noch einmal auf das 6000-8000 Fache vergrößert und die besten Samen, für die Injektion in die Eizelle, aussucht.
Wie läuft eine künstliche Befruchtung ab?
Es gibt hier verschiedene Behandlungsprotokolle. Ich bevorzuge das s.g. lange Protokoll. Das hat die höchsten Schwangerschaftsraten seit Jahren. Bei diesem wird im Vorzyklus der Frau der Eierstock quasi ruhig gestellt und nach 14 Tagen mit einer Hormonstimulation versucht, möglichst alle Eizellen, welche in einer bestimmten Zyklusphase sind, zu stimulieren. Wenn das Eibläschen eine Größe von 19-21 Follikel hat, werden sie in einem kurzen Tiefschlaf ab punktiert und ins Glasschälchen gegeben. Hier wird dann der Samen je nach Qualität mittels IVF oder ICSI eingebracht. Drei bis Fünf Tage später werden dann die weiter entwickelten, befruchteten Eizellen, mit einem kleinen Schlauch in die Gebärmutter zurückgesetzt.
Wie hoch sind die Erfolgsaussichten bei einer künstlichen Befruchtung?
Hier kommt es sehr auf das Alter der Frau an. Und natürlich im geringeren Umfang auch auf das Alter vom Mann. Die besten Chancen sind unter 30, da liegen sie bei 50-60%. Bei über 40 jährigen liegen wir bei 20%. Ab 44 nehmen die Chancen sehr stark ab. Hier liegt die Chance bei 1-3% auf eine Schwangerschaft.
Warum gibt es nach einer künstlichen Befruchtung oft Zwillinge oder Drillinge?
Hier kommt es generell darauf an wie viele Embryonen zurückgegeben werden. Gesetzlich darf man nicht mehr wie drei zurückgeben. Ich persönlich gebe zwei zurück, weil eine Drillings-Schwangerschaft eigentlich eine medizinische Katastrophe ist, mit Frühgeburt, Intensivstation und kindlichen Schäden. Und natürlich kann es auch trotz zweier zurückgegebenen Embryonen zu Drillingen kommen wenn sich ein Embryo eineiig teilt.
Wie hoch ist das Risiko auf Behinderung bei einer künstlichen Befruchtung?
Hier ist es generell altersbedingt wie auch in der Natur. Das liegt bei ca. 40 jährigen Frauen bei 2-3%. Durch die künstliche Befruchtung ist sehr oft der Samen ein Faktor. Da kann es bei 4% zu Missbildungen kommen.
Wie fühlt sich eine künstliche Befruchtung für die Frau an?
Hier muss man mit Wechselbädern rechnen, welche die Frau auch in ihrem natürlichen Zyklus durchmacht. D.h. vor der Menstruation mit Gereiztheit, Zuckerattacken, usw.. Man muss auch auf das Gewicht achten, sonst kann man schon einige Kilos zunehmen.
Gibt es eine Altersbegrenzung bei einer künstlichen Befruchtung?
Die Altersbegrenzung liegt grundsätzlich in der Natur. Nur muss man überlegen, oder auch das Paar für sich, ob es ab einem gewissen Alter Sinn macht. Speziell bei über 44 jährigen sind die Chancen sehr gering. Das muss das Paar für sich selbst entscheiden, ob sie das noch für sinnvoll halten oder nicht.
Ist immer eine Hormonstimulation nötig?
Nicht unbedingt. Es gibt auch die künstliche Befruchtung im natürlichen Zyklus. Dadurch spart man sich Medikamentenkosten. Man nimmt aber eine deutlich geringere Schwangerschaftschance in kauf.
Wird eine künstliche Befruchtung ambulant oder stationär durchgeführt?
Das schöne, ja fast einzigartige an meinem Kinderwunschzentrum ist natürlich die persönliche Betreuung, durch mich von Anfang bis zum Ende. Der Eingriff wird Ambulant durchgeführt und das Paar kann ein bis zwei Stunden nach der Follikelpunktion wieder nach Hause gehen.
Wie ist es mit der Erreichbarkeit in Ihrem Kinderwunschzentrum?
Alle Paare können mich jederzeit persönlich telefonisch erreichen. Natürlich auch speziell in der ersten Nacht, nach der Punktion.
Ist eine künstliche Befruchtung hier mit einer Leihmutter möglich?
Leihmutterschaft ist speziell in Liechtenstein oder der Schweiz nicht erlaubt, auch im gesamtem Mitteleuropa nicht. Hierzu müsste man sich an die USA oder an Russland wenden.
Wie kann ich als Frau eine Kinderwunschbehandlung unterstützen?
Grundsätzlich ist es sehr wichtig, dass eine gesunde Lebensweise angestrebt wird. Dazu gehört, ein ideales Gewicht, nicht zu rauchen, kein Alkohol zu trinken und Sport in gemäßigtem Maße durchzuführen.
Was kann man tun, wenn eine Behandlung erfolglos ist?
Man muss für eine reelle Schwangerschaftschance damit rechnen, die Behandlung 3-4 Mal durchzuführen. Dann sind 80% der Frauen schwanger und können ein Kind bekommen. Sollte es in dieser Zeit nicht klappen, können weitere Versuche durchgeführt werden. Aber da ist dann oft schon ein psychologisches Problem vorhanden. Welches natürlich auch ein sehr wichtiger Faktor für die künstliche Befruchtung ist. Hier wird dann zur seelischen Unterstützung ein Psychologe herangezogen.

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